Achter Tag.
Calandrino, der von ſehr alberner Beſchaffen⸗ heit war, war der Name aus dem Gedächtniß ent⸗ fallen, deßhalb antwortete er: Was haben wir mit ſeinem Namen zu ſchaffen, wenn wir nur ſeine Eigenſchaft kennen. Ich daͤchte wir gingen hin, ohne laͤnger zu verweilen, und ſuchten ihn.
Nun gut, ſagte Bruno, wie iſt er denn be⸗ ſchaffen?
Calandrino ſagte: ſie haben nicht alle einerlei Beſchaffenheit, aber alle ſind beinahe ſchwarz; daher denke ich, wir leſen alle die ſchwarzen auf, die wir ſehen, bis wir auf den rechten ſtoßen; und darum wollen wir keine Zeit verlieren. Kommt!
Hierauf ſagte Bruno: Warte'mal! und zu Buffalmacco gewandt, fuhr er fort: Mir daͤucht, Calandrino hat Recht, aber ich denke nur, jetzt iſt nicht die rechte Zeit dazu, denn die Sonne ſteht noch zu hoch, und ſcheint gerade in den Mugnone hinein, ſo daß ſie alle Steine abgetrocknet hat, weßhalb jetzt alle, die darinnen ſind, weiß ausſehen werden, die am Morgen ehe die Sonne ſie abgetrocknet hat, ſchwarz ausſehen. Auch iſt heute, an einem Werkel⸗ tage aus manchen Gruͤnden viel Volks da am Mu⸗ gnone, wenn uns die ſaͤhen, koͤnnten ſie leicht erra⸗ then, was wir da machten, eben daſſelbe thun, ſo daß er ihnen in die Haͤnde fallen koͤnnte, und wir haͤtten die Henne geopfert um das Ei zu gewinnen. Ich bin der Meinung, wenn Ihr's auch ſeyd, das iſt eine Arbeit, die wir des Morgens thun muͤſſen, da kann man die ſchwarzen beſſer von den weißen unter⸗
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