Achter Tag.
Bentivegna glaubte, daß die Frau dieſe Worte ſagte, weil er ſie ein bischen geruͤffelt hatte, und kuͤmmerte ſich nicht weiter darum.
Indeſſen Belcolore kam mit dem Herrn in Zwie⸗ ſpalt, und ſprach bis zur Weinleſe kein Wort mit
ihm; als aber hierauf der Pfarrer ihr drohete, er
wolle ſie beim oberſten Hoͤllenfuͤrſten ſelbſt ins Ge⸗ rede bringen, ſoͤhnte ſie ſich, ins Bockshorn ge⸗ jagt, ſo etwa zwiſchen der Zeit des Moſtes und der warmen Kaſtanien wieder mit ihm aus, ſo daß ſie alsdann nach dem Abendeſſen noch manches Schmäus⸗ chen mit einander feierten. Und fuͤr die fuͤnf Tha⸗ ler ließ er ihr ihr Elaricembel wieder zurecht machen, auch noch ein Glockenſpiel daran anbringen, und da war ſie zufrieden.
Dritte Novelle.
Calanbrino, Bruno und Buffalmacco gehen am Mungone entlang und ſuchen einen Heliotrop. Calandrino glaubt ihn gefunden zu haben, und kehrt mit Steinen beladen nach Hauſe zuruͤck; die Frau hoͤhnt ihn beßhalb, und daruͤber aufgebracht, ſchlägt er ſie; dann erzaͤhlt er ſei⸗ nen Gefaͤhrten, was ſie beſſer wiſſen als er.
Geendet war Pamphilus Novelle, woruͤber die Damen ſo gelacht hatten, daß ſie noch immerfort lachten, als die Koͤniginn Eliſen auftrug fortzufah⸗ ren. Auch dieſe fing noch laͤchelnd an:
Ich weiß nicht, freundliche Maͤdchen, ob es mir gelingen wird, Euch mit einer kleinen Novelle, die nicht weniger wahr als luſtig iſt, ſo zum Lachen zu


