Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
Einzelbild herunterladen

14 Achter Tag⸗ noch an ſonſt einen guten Ort eher hingehen, als bis ich es nicht wieder habe, und dann will ich immer thun, was Ihr haben wollt.

Antwortet der Pfarrer: Soll mir Gott einen guten Tag geben, wenn ich einen Pfennig bei mir habe; aber glaube mir, ehe Samſtag iſt, will ich es gerne machen, daß Du Alles wieder haben ſollſt.

Ja, ſagte Belcolore, ſo ſeyd Ihr alle große Ver⸗ ſprecher, und hinterdrein denkt Ihr fuͤr Einen an Nichts mehr. Glaubt Ihr, daß Ihr es mit mir machen ſollt, wie mit der Biliuzza, die mit der lan⸗ gen Naſe abzog? Nein, um Gottes willen thut das nicht, denn dieſe Frau iſt nur hierdurch in der gan⸗ zen Welt ſo bekannt geworden: und habt Ihr nichts bei Euch, ſo geht hin, und holt was.

Ach, ſagte der Pfarrer, laß mich doch jetzt nicht wieder bis nach Hauſe laufen; denn ſieh nur mein Wille ſteht ja ſo ſteif, und es iſt jetzt kein Menſch hier, und vielleicht, wenn ich wieder käme, wäre als⸗ dann einer hier, der uns im Wege waͤre. Auch weiß ich nicht, wenn es mir einmal wieder ſo gut zu Paß käme, als jetzt.

Sie ſagte: Dabei bleibt's! wollt Ihr gehen, gut, ſo geht; wollt Ihr nicht, nun ſo bleibt's.

Der Pfarrer ſah nun wohl, daß ſie nicht anders dahin zu bringen war, ihm gefällig zu ſeyn, als nur Salvum me tac*), und er wollte es sine custodia**)

*) Mach mich erſt gluͤcklich. **) Ohne Waͤchter.