Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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Zweite Novelle. 13

Der Pfarrer antwortete: Ja, und wir machen's beſſer, wie andere Menſchen; und warum das nicht? Ja, ich ſage Dir noch mehr, wir machen noch weit beſſere Arbeit; und weißt Du woher? wir mahlen mit dem Schutz. Aber wahrhaftig zu Deinem Beſten, wenn Du ſtill hältſt, und mich machen laͤßt.

Da ſagte Belcolore: Was koͤnnte denn das zu meinem Beſten wol ſeyn? Denn Ihr, ſo viel Eurer nnr ſind, ſeyd alle knickeriger, als der Gott ſey bei uns.

Darauf ſprach der Pfarrer: Daß ich nicht wuͤßte; verlange nur! Willſt Du ein Paar Schuͤh⸗ chen, oder willſt Du ein Stirnband, oder einen tuͤch⸗ tigen Blumenſtaͤngel, oder was willſt Du?-

Belcolore ſagte: Ja! das fehlte mir noch! der⸗ gleichen Dinge habe ich genug; aber wenn Ihr mir ſo wohl wollt, warum thut Ihr mir nicht einen Dienſt, worauf ich alsdann thun wuͤrde, was Ihr wuͤnſchet.

Schnell ſagte der Pfarrer: Sage doch nur, was Du willſt, und ich will es ja gerne thun.

Darauf ſagte Belcolore: Samſtag will ich nach Florenz gehen, und Wolle zuruͤckbringen, die ich ge⸗ ſponnen habe, da wollte ich denn mein Spinnrad wieder zurecht machen laſſen. Und wenn Ihr mir da fuͤnf Thaler gebt, die ich doch weiß, daß Ihr ſie habt, ſo loͤſe ich beim Pfandverleiher meinen dunkel⸗ rothen Rock, und meinen Feſttagsguͤrtel wieder ein, den ich meinem Manne mit zugebracht habe. Denn ſo ſeht Ihr wohl, kann ich weder in das Gotteshaus