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Zweite Novelle. 11 te, auch nicht, wenn er ihn ganz nahe hatte. Und um in noch groͤßere Vertraulichkeit mit Monna Bel⸗ colore zu kommen, machte er ihr von Zeit zu Zeit kleine Geſchenke, ſchickte ihr zuweilen ein Buͤndel friſchen Lauch, den er in ſeinem Garten, von ſeinen eigenen Haͤnden bearbeitet, am ſchoͤnſten in der gan⸗ zen Gegend hatte; dann wieder ein Koͤrbchen mit Schoten, und auch ein Buͤndel Zwiebeln oder Scha⸗ lotten. Zu einer andern Zeit ſah er ſie einmal wie⸗ der muͤrriſch an, kiff aus Liebe mit ihr, aber ſie, wie ein Wild, that, als bemerkte ſie es nicht, ſon⸗ dern ging ſtolzirend ihrer Wege, weßhalb denn der Herr Pfarrer gar nicht zum Ziele kommen konnte.
Nun traf es ſich eines Tages, daß, als der Prie⸗ ſter am hellen Mittage in der Gegend hier und da herumſumſen ging, er Bentivegna del Mazzo, mit einem Eſel, der vorweg Verſchiedenes trug, begegnete; er gewann ihm Rede an, und fragte ihn, wohin er ginge.
Hierauf antwortete Bentivegna: Hähaͤhaͤ, Herr, ſoll ich Euch die Wahrheit ſagen, ich gehe bis nach der Stadt, um einer Vorrichtung willen, und ich bringe dieſe Sachen hier an Herrn Bonaccorri da Gineſtreto, daß er mir davon helfen ſoll, weil, ich weiß nicht warum, mich der Malafizjen⸗Richter durch ſeinen Parkerater auf ein Permitorium zu erſcheinen hat vorladen laſſen.
Hoͤchlichſt erfreut, ſagte der Pfarrer: Da thuſt Du Recht daran, mein Sohn, geh' mit meinem Se⸗ gen weiter, und komm bald wieder; und ſollteſt Du


