Achter Tag. gulden, die Du jenes Tages einmal mir lieheſt, fan⸗ den keine Anwendung, weil das Geſchaͤft, zu welchem ich ſie borgte, fuͤr mich nicht ſtattfand; deßhalb brachte ich ſie ſogleich Deiner Frau zuruͤck, und uͤber⸗ gab ſie ihr. Du wirſt alſo mein Conto loͤſchen.
Guasparuolo wandte ſich an ſeine Frau, und fragte ſie, ob ſie das Geld erhalten haͤtte.
Sie, die den Zeugen vor ſich ſah, konnte es nicht laͤugnen, ſondern ſagte: ach ja, ich habe es, und habe nicht daran gedacht, es Dir zu ſagen.
Hierauf ſagte Guasparuolo: Wolfarth, ich bin zufrieden; geh' mit Gott, ich werde Dein Conto ſchon loͤſchen.
Wolfarth ging, die Frau aber blieb, zu Schan⸗ den gemacht, zuruͤck, und gab ihrem Manne den ehr⸗ loſen Preis ihrer Schlechtigkeit; der verſchmitzte Liebhaber hingegen hatte ohne ſeine Koſten den Ge⸗ nuß ſeiner habſuͤchtigen Dame gehabt.
Zweite Novelle.
Der Pfarrer von Varlungo ſchlaͤft bei Monna Belcolore, und läßt ihr zum Unterpfande ſeinen Mantel; er borgt von ihr einen Moͤrſer; als er ihn zuruͤckſchickt, fodert er den Mantel, den er zur Erinnerung dagelaſſen, wieder: er ſchickt ihn zuruͤck, wobei er die gute Frau herunter macht.
Auf gleiche Weiſe lobten die Maͤnner und die Frauen, was Wolfarth der habſuͤchtigen Mailände⸗ rinn angethan hatte, als die Koͤniginn ſich zu Pam⸗ philus hinwandte, und lächelnd ihm aufgab, zu fol⸗ gen, daher fing Pamphilus an:
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