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Erſte Novelle. 7
Gern, ſagte Guasparuolo, und zahlte ihm ſo⸗ gleich das Geld aus.
Wenig Tage darauf ging Guasparuolo nach Ge⸗ nua, wie die Frau es geſagt hatte; deßhalb ſchickte ſie zu Wolfarth, daß er zu ihr kommen und die zweihundert Goldgulden bringen moͤchte.
Wolfarth nahm ſeinen Gefährten, ging mit die⸗ ſem nach dem Hauſe der Dame hin, und fand ſie ihn erwartend. Das erſte, was er that, war, daß er ihr die zweihundert Guldgulden in die Hand gab, ſo daß ſein Gefaͤhrte es ſah, und ſagte zu ihr: Ma⸗ donna, nehmen Sie das Geld hin, und geben Sie es Ihrem Manne, ſobald er zuruͤck ſeyn wird.
Die Frau nahm es, ſah aber gar nicht ein, warum Wolfarth dies wol ſagte; ſondern glaubte, er thaͤte es, damit ſein Gefaͤhrte nicht merken ſollte, er gäbe es ihr als einen Lohn; daher ſagte ſie: das will ich gern thun, aber ich will doch ſehen, wie viel es iſt; ſie ſchuͤttete das Geld auf einen Tiſch, und fand, es waren zweihundert. Sehr erfreut bei ſich ſelbſt dar⸗ uber, antwortete ſie Wolfarth⸗ indem ſie ſich zu ihm wandte, dann fuͤhrte ſie ihn in ihre Kammer, woſelbſt ſie nicht bloß dieſe Nacht, ſondern noch viele andere, ehe ihr Mann von Genua wieder zuruͤckkehrte, ihn mit ihrer Perſon erfreunte.
Nachdem Guasparuolo von Genua zuruͤckgekehrt war, ging Wolfarth, ſobald er ausgekundſchaftet hatte, daß Jener mit ſeiner Frau zuſammen wäre, zu ihm, und ſagte in ihrer Gegenwart: Guaspa⸗ ruolo, das Geld, das heißt, die zweihundert Gold⸗


