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Anmerkungen. 179
nach der alten Erklärung ſo viel bebeuten ſoll, als Struͤm⸗ pfe, welche am Knie losgebunden, ſchlotternd an den Fuͤ⸗ ßen hinunterfallen. Worin hier die Aehnlichkeit mit einem Kirch⸗ oder Glockenthurme beſteht, weiß ich nicht. Das Dizion. della CGrusc. fuͤhrt dieſe und Boccaccio's Stelle nur bloß mit dem Zuſatz per similit, ohne eine weitere Erklarung daruͤber zu geben, an. Fiacchi meint, der Aus⸗ druck calze a campanile ſpiele auf eine Art die Struͤmpfe zu tragen an, wie es auf dem Lande fern von der Stadt zu geſchehen pflege. Naͤmlich der Strumpf wuͤrde uͤber das Beinkleid hinauf gezogen, und uͤber dem Knie feſtgebunden; was alsdann vom Strumpfe noch uͤbrig bliebe, wuͤrde zuſammengerollt, und ruhe auf dem Bunde ſelbſt feſt. Dies Zuſammengerollte, was oben auf dem Strumpfe ſelbſt laͤge, ſaͤhe aus, wie das oberſte Geſims eines Thurmes, welches, nach außen hin hervorgehend, einen breitern Erker als der BVoden des Kirchthurmes ſelbſt, ſtuͤtze. Daher waͤre es nicht ſchwer, einen, auf ſolche Art mit einem Strumpfe bekleideten Fuß, mit einem Kirchthurm etwas aͤhnlich zu finden. Ich geſtehe es, daß mir dieſe Aehnlichkeit herauszufinden nicht leicht wird, trotz Fiacchi's ſorgfaͤltiger Beſchreibung. Ich trete daher der Meinung des Fr. Alunno bei, welcher, wenn anch gleich die aͤlteſten Terte a campanile leſen, dennoch a campanelle lieſt⸗ und nach dieſer Leſeart wuͤrde es nicht wie ein Kirchthurm⸗ ſondern wie eine Glocke zu uͤberſetzen ſeyn. Die Calze ſind mir daher nicht die Struͤmpfe, ſondern die Bein⸗ tleider, in welcher Bedeutung calze in der Mehrzahl gewöhnlich genommen zu werden pflegt. Wenn man ſich nun weite, vis uͤber die Waden hinabgehende Beinkleider gedenkt, welche an den Fuͤßen hin⸗ und herſchwenken bei jedem Tritte, ſo haben dieſe eher Aehnlichkeit mit der baumelnden Bewegung einer Glocke, als ſchlotternde oder aufgebundene Strümpfe mit einem Kirchthurme.
die Feder im Hintern. Schon oben haben wir einen Schwaͤchling von Ehemann mit ſeinem Eheſtands⸗ Kalender vom Guͤrtel herabhaͤngend kennen gelernt; wer weiß, ſagt Colombo, ob nicht zu Boccaccio's Zeiten der


