176 Anmerkungen.
auszudruͤcken, und alsbann fage es auch ſo viel als ecco! Auch findet man dieſes ecco ſelbſt wol hinter der Parti⸗ kel et, wie z. E. Giorn. V. nov. 10. Et essondosi la donna col giovane posti a tavola per cenare, et ecco Pietro chiamd all' uscio. Ich habe daher nach Colombo's Andeutung uͤberſetzt.
S. 100. 8. 8. v. u., Lambertuctio. Dieſer Meſſer Lambertuccio war der Vater des Dino Lambertuccio, welcher, wie Boccaccio in ſeinem Leben Dante's ſagt, ſich um Dante's Gedicht ſehr verdient gemacht hatte. Als naͤm⸗ lich Dante, ſo erzaͤhlt Voccaccio, um den Verfolgungen zu entgehen, Florenz verlaſſen hatte, fand man in ſeinen zuruͤckgelaffenen Kiſten die ſieben erſten Geſaͤnge der Hoͤlle, Man las ſie mit Bewunderung, ohne zu wiſſen, von wem ſie waͤren, und zeigte ſie einem der Buͤrger, Namens Dino⸗
dem Sohne Lambertuccio's, welcher zu damaliger Zeit ein
ſehr beruͤhmter Dichter von hohem Geiſte war. Er wun⸗ derte ſich nicht weniger, als der, der ſie ihm gebracht hatte, ſowol uͤber den ſchoͤnen, ausgebildeten und geordneten Styl der Diction, als auch der Tiefe des Sinnes, welcher unter ber ſchoͤnen Huͤlle der Worte ihm darin verborgen zu ſeyn ſchien. Aus dieſen Gründen kam er mit demjenigen, der ſie ihm gebracht hatte, theils auch in Hinſicht des Ortes, wo ſie gefunden worden waren, auf die Gedanken, ſie moͤchten wol, wie ſie es auch wirklich waren, ein Werk Dante's ſeyn. Es ging ihnen nahe, dat es unvollendet bleiben ſollte, obgleich ſie nicht ahnen konnten, wie wol das Ende wuͤrde geweſen ſeyn, und daher beſchloſſen ſie unter ſich, auszuforſchen, wo Dante wäre, ihm dann zu ſchicken, was ſie gefunden, damit er ſelbſt, wenn es mög⸗ lich waͤre, einem ſolchen Anfange das vorgeſetzte Ende gäbe. Nachdem ſie dann nach einigen Erkundigungen erfahren hat⸗ ten, daß er in der Naͤhe des Marcheſe Marovello waͤre, ſchrieben ſie nicht an ihn, fondern an den Marcheſe ihren Wunſch, und uͤberſandten ihm die ſieben Geſaͤnge. Nach⸗ dem derſelbe, auch ein einſichtsvoller Mann, ſie geſehen und außerordentlich gelobt hatte, zeigte er ſie an Dante, und fragte ihn, ob er wiſſe, weſſen Werk es wol ſeyn
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