Teil eines Werkes 
5. Bdchn. (1831)
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Anmerkungen.

fragt, wer der Executor ſeines Teſtamentes mit ſolchen Le⸗ gaten ſeyn ſolle, habe er geantwortet: Ja, das iſt es eben! (hic est punctus). Hieraus waͤre nun die ſprichwoͤrtliche Redensart entſtanden: Däs iſt wie Lippo Topo's Teſtament.

S. 34. Z. 13, Altopascio iſt ein Caſtel im Luc⸗ cheſiſchen mit einer großen Abtei, worin mehrere Moͤnche. Zwei Mal in der Woche ward ein allgemeines Almoſen in Speiſen ausgetheilt, wozu nothwendig ein großer Keſſel gehoͤrte, welcher eben deßhalb zum allgemeinen Sprichwort geworden war.

S. 38. 3. 1, die Privilegien des Porzel⸗ lans. Boccaccio verſteht hier die damals ſo beruͤhmten und koſtbaren Gefuaͤße und Geſchirre von der ſogenannten Sie⸗ gel⸗Erde, Terra sigillata.

S. 38. Z. 7, Parion, und ſo auch die vorhergehen⸗ ben Namen ſind Straßen in Florenz, die der Schwätzer den dummen Zuhoͤrern fuͤr fremde Laͤnder ausgibt; Sardigna, beſſen auch Lorenz Lippi in ſeinem wiedereroberten Malmantile erwäͤhnt, iſt nach Redi ein altes Hospi⸗ tal, in welchem Kranke an unheilbaren Krankheiten oder auch mit uͤbelriechenden ſchmutzigen Wunden gepflegt wur⸗ den; auch der Schindanger vor dem Thore San Friano heißt ſo. Daß uͤbrigens Bruder Zipolla's Rede baaren Un⸗ ſinn enthaͤlt, wird Jeder ohne weitere Erinnerung wol ein⸗ ſehen.

S. 38. Z. 20, welche in dieſen Ländern kei⸗ nen Stämpel haben. Dieſe Worte ſind offenbar aus Dante's Paradies(XXIX, 126.) entlehnt; Pagando di moneta senza eonio, wo Beatrix die elenden Prebiger⸗ Moͤnche der damaligen Zeit zuͤchtiget, welche ſich fuͤr ihre, dem dummen Poͤbel verſprochene Vergebung der Suͤn⸗ den, mit ſolcher ungeſtämpelten Muͤnze bezahlen laſſen. Die älteren Ausleger, Venturi, Volpi ꝛc. verſtehen unter dieſer ungeſtämpelten Muͤnze falſche Indulgenzen und An⸗ dachteuͤbungen. Dieſe Auslegung aber wird von der Rand⸗ Erklaͤrung bei dem Coder voy Monte Caſſino verworfen, und behauptet, dieſe Worte wären de blado, vino et oleo, d. i. uͤberhaupt von Eßwaaren zu verſtehen, allein hierauf