Teil eines Werkes 
5. Bdchn. (1831)
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Zehnte Novelle. 157

von denen einige entſchuhet durch das klare Waſſer zu waten anfingen, andere luſtwandelnd unter den ſchoͤnen geraden Bäumen auf der Wieſe umhergingen.

Dioneus und Fiammetta ſangen mit einander ein großes Stuͤck von Arcita und Palaͤmon; und auf ſolche Weiſe andere und verſchiedene Vergnuͤgungen ſuchend, brachten ſie die Zeit bis zur Stunde des Abendeſſens mit dem groͤßten Vergnuͤgen hin. Dieſe war gekommen, und nachdem ſie ſich längs des klei⸗ nen Sees zu Tiſche gefetzt hatten, ſpeiſten ſie ruhig und in Freuden daſelbſt, beim Geſange von tauſend Vogeln, und ſtets von einem ſanften Luͤftchen, was aus dieſen Bergen rings umher ſich erhob, abgekuͤhlt.

Sobald die Tiſche aufgehoben waren, nahmen ſie, nachdem ſie in dem lieblichen Thale ein wenig umhergegangen waren, und die Sonne noch gegen Abend ſehr hoch ſtand, ſo wie es ihrer Königinn ge⸗ fiel, nach ihrem gewoͤhnlichen Aufenthalt, langſamen Schrittes den Weg zuruck, und unterweges über tau⸗ ſend Dinge, ſowol über welche ſie geſprochen hatten, als auch uber andere, ſchäkernd und ſcherzend, kamen ſie gegen die Nacht bei dem ſchönen Palaſt wieder an. Hier vertrieben ſie mit kühlem Wein und Con⸗ fect die Ermuͤdung durch den kleinen Weg, und fin⸗ gen in der Gegend des ſchoͤnen Springbrunnens ſo⸗ gleich an zu tanzen, waͤhrend Tyndarus auf ſeiner Sackvfeife ſpielte, und Andere zu einem Ringeltanze ſangen. Endlich aber gebot die Koͤniginn Filomenen, daß ſie ein Lied ſaͤnge; durch welches Lied aber die ganze Geſellſchaft auf die Gedanken gerieth, als