156 Siebenter Tag.
Koͤniginn unſerer Geſellſchaft, gebietet nun als Ge⸗ bieterinn, was Ihr glaubt, daß uns Allen zum Ver⸗ gnuͤgen und zur Ergoͤtzlichkeit gereichen kann. Dar⸗ auf ſetzte er ſich wieder nieder..
Lauretta, Koͤniginn geworden, ließ ſich den Se⸗ neſchall rufen, dem ſie aufgab, daß in dem lieblichen Thale zu einer beſſern Zeit als gewohnlich die Tiſche geſetzt wuͤrden, damit ſie nach ihrer Bequemlichkeit nach dem Palaſt zuruͤckkehren könnten. Hierauf gab ſie ihm an, was er noch weiter zu thun hätte, ſo lange als ihr Regiment dauerte. Dann zur Geſell⸗ ſchaft gewandt, ſagte ſie:
Dioneus wollte geſtern, daß heute uber die Poſ⸗ ſenſtreiche geſprochen werden ſollte, welche Frauen ihren Männern geſpielt hätten; allein wenn ich zei⸗ gen wollte, daß auch ich zu der Rare beißiger Hunde gehörte, die ſich ſogleich rächen wollen, ſo wurde ich ſagen, morgen ſolle von den Poſſenſtreichen geſpro⸗ chen werden, welche die Maͤnner ihren Frauen ge⸗ ſpielt haben. Aber laſſen wir das bei Seite geſetzt ſeyn, ein Jeder, ſage ich, denke darauf, von ſolchen Poſſenſtreichen zu ſprechen, welche entweder die Frau dem Mann, oder der Mann der Frau, oder ein Menſch dem andern ſich den ganzen Tag hindurch einander ſpielen; und ich glaube, es wird nicht weniger er⸗ göͤtzlich ſeyn, hierüber zu ſprechen, als woruͤber die⸗ ſen Tag geſprochen worden iſt.
Nachdem ſie ſo geredet, ſtand ſie auf, und ent⸗ ließ die Geſellſchaft bis zur Abendeſſenszeit.
Frauen und Maͤnner ſtanden daher ebenfalls auf,


