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Neunte Novelle.
die ihn uͤberraſcht hatten⸗ durch ein Witzwort auf feine Art eine Naſe.
Da die Koͤnigin merkte, daß Emilie ſich ihrer Novelle entlediget hatte, und daß Keiner zum ſpre⸗ chen mehr uͤbrig wäre, als ſie(ausgenommen der, welcher das Recht hatte, zuletzt zu ſprechen), fing ſie alſo zu reden an.
Ov mir gleich, liebliche Maͤdchen, von Euch vor⸗ her zwei von den Novellen genommen worden ſind, von denen ich Euch eine zu erzählen gedachte, ſo iſt mir doch noch eine zum Erzählen übrig geblieben, de⸗ ren Schluß ein Witzwort ſolcher Art enthaͤlt, wie uns vielleicht keines von ſolcher Energie erzahlt
worden. Ihr ſollt nämlich wiſſen, in den vergangenen
geiten waren in unſerer Stadt ſehr ſchoͤne und loͤb⸗
liche Gebrauche, von denen heute auch kein einziger mehr ubrig geblieben iſt; was wir dem Geis zu ver⸗ danken haben, welcher eben in unſerer Stadt mit den Reichthuͤmern, von welchen ſie alle verjagt worden ſind, gewachſen iſt. Unter dieſen war auch folgen⸗ der, daß an verſchiedenen Orten in Florenz edle Mäaͤnner aus einer Gegend ſich zuſammenthaten, und ihre Geſellſchaften von einer gewiſſen Zahl bildeten, wobei ſie darauf ſahen, ſolche Theilnehmer zuſam⸗ men zu bringen, welche die Koſten mit Bequemlich⸗ keit dazu tragen konnten, ſo daß heute einer, morgen ein anderer, und ſo der Reihe nach durch, Jeder an ſeinem Tage, fuͤr die ganze Geſellſchaft gedeckten Ziſch hielt. und yierbei ehrten ſie ſehr oft fremde


