Teil eines Werkes 
5. Bdchn. (1831)
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Da er nun, um das Vergehen der Frau zu be⸗ weiſen, hinreichende Beweismittel hatte, ſo klagte er, ſobald der Tag gekommen, ohne andern Rath anzu⸗ nehmen, die Frau an, und ließ ſie fordern.

Die Frau, hochherzig, wie es im Allgemeinen die⸗ jenigen, welche recht verliebt ſind, auch wirklich zu ſeyn pflegen, verlor den Muth nicht, vielmehr war ſie, obgleich viele ihrer Freunde und Verwandte ſie als unbeſonnen davon abriethen, durchaus entſchloſſen zu erſcheinen, und wollte lieber mit dem Geſtändniß der Wahrheit feſten Muthes ſterben, als auf eine ge⸗ meine Art fliehend und mit Schmach in der Ver⸗ bannung leben, und ſich eines ſolchen Liebhabers, als derjenige war, in deſſen Armen ſie die vergangene Nacht zugebracht, fuͤr unwuͤrdig erklaͤren. Nachdem ſie alſo, begleitet von vielen Frauen und Männern, von welchen allen ſie zum Läugnen beſtaͤrkt wurde, vor den Richter gekommen war, fragte ſie mit feſtem Blicke und kraͤftiger Stimme, was er von ihr ver⸗ langte.

Der Richter, ſie anſehend, fand, daß ſie ſehr