Teil eines Werkes 
5. Bdchn. (1831)
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Sechſter Tag.

Und ſo gab in Kurzem ein Wört das andere, bis endlich Chichibio, um ſein Mädchen nicht zu kränken, eine Keule vom Kranich abloͤſete, und ſie ihr gab.

Als hierauf der Kranich ohne Keule dem Herrn Currado und einem Freunde aufgetragen ward, und Herr Currado ſich daruͤber wunderte, ließ er Chichi⸗ bio rufen, und fragte ihn, was aus der andern Keule geworden waͤre.

Schnell antwortete der venetianiſche Luͤgner: Herr, die Kraniche haben nur Eine Keule und Ein Bein.

Aufgebracht ſagte Currado hierauf: Was Teu⸗ fel! ſie haben nur Eine Keule und Ein Bein? Habe ich denn in meinem Leben keinen andern Kranich ge⸗ ſehen, als dieſen?

Meſſer, fuhr Chichibio fort, es iſt ſo, wie ich es Euch ſage, und wenn's Euch gefaͤllt, will ich Euch lebendige zeigen.

Currado, der in Hinſicht des Fremden, den er

bei ſich hatte, nicht hinter ſeinen Worten zuruͤckblei⸗ ven wollte, ſagte: weil Du denn ſagſt, Du wollteſt mir lebendige ſo zeigen(obgleich ich nimmermehr ge⸗ ſehen oder gehoͤrt habe, daß das ſo wäre), ſo will ich morgen frich welche ſehen, und dann will ich zu⸗ frieden ſeyn; aber ich ſchwoͤre Dir beim lebendigen Gott, iſt es anders, ſo will ich Dich ſo zerwalken laſſen, daß Du, ſo lange Du lebſt, zu Deinem Scha⸗ den, Dich meines Namens erinnern ſollſt.

Fuͤr dieſen Abend hatten die Worte ein Ende;