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Vierte Novelle.
den und Voͤgeln ſein Vergnuͤgen hatte, ſeiner größe⸗ ren Vorzuͤge fuͤr jetzt nicht zu gedenken. Dieſer hatte eines Tages nahe bei Peretola*) durch einen
Falken einen Kranich getoͤdtet und da er fand, daß ihn zu einem
er fett und noch jung war, ſchickte er i ſeiner beſten Koͤche, welcher Chichibio hieß und ein Venetianer war, ließ ihm dabei ſagen, daß er ihn zum Eſſen braten und gut zurichten ſollte. Chichibio, eine liſtige, gute Haut, ſo ſchien es wenigſtens, richtete den Franich zu, ſetzte ihn mit aller Sorgfalt zum Feuer, und ließ ihn kochen⸗ Da er beinahe gar war, und einen ſtarken Geruch ver⸗ breitete, trat ein Frauenzimmer aus der umgegend⸗ welches Brunette hieß, und worin Chichibio ſehr
verliebt war, in die Kuͤche; ſobald ſie den Geruch
des Kranichs merkte, und ihn ſelbſt erblickte, bat ſie ihr doch eine
Chichibio recht zärtlich, er moͤchte i Keule davon geben. Chichibio antwortete ihr ſingend, und ſagte Du, Du, Du kriegſt doch hier Nicks von mir, Jungfer Brunettchen⸗ Du kriegſt doch hier Nicks von mir*). Brunette etwas aufgebracht⸗ ſagte zu ihm: Wahrhaftigen Gott, wenn Du ſie mir nicht giebſt⸗ erhältſt Du nie wieder nur das Geringſte von mir,
was Du doch gern haſt.
*) Ein Dorf nicht weit von Florenz⸗ *) Im Original iſt dieſe Antwort im venetianiſchen
Dialect.


