Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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178 Anmerkungen.

ner behaupten jene, armarano wäre hier eben ſo geſagt⸗ wie panchettavano; dagegen meint aber wieder der gedachte Canon.: eine ſolche jenem Worte gegebene Be⸗ deutung oder vielmehr ſolcher Gebrauch deſſelben, konns durch keinen Schriftſteller gerechtfertigt werden, und über⸗ dies ſage ja auch Boccaccio nicht armavano, ſondern s'ar⸗ mavano. Einen andern Grund fuͤr die Leſeart s'arma- vano nehmen die Deputirten aus dem Zuſammenhange? Man weiß, ſagen ſie, aus der Uhnlichkeit und brüderlichen übung in gleichen Studien und übungen pflegt in hohen und edeln Seelen, wie die der beiden Ritter⸗ bald wech⸗ ſelſeitige Liebe zu entſtehen. Und eben aus dieſer Pra⸗ miſſe, ſetzt nun der Canon. hinzu, laͤßt ſich ganz gut fol⸗ gern, daß Boccaccio s'amavano und nicht s'armavano geſchrieben habe. Ich laſſe es dahin geſtellt ſeyn, ob dieſe Folgerung hier Statt finden koͤnne, wenn auch gleich Boc⸗ caccio nach einigen Zeilen ihrer Freundſchaft gedenkt, und trete doch liever auf die Seite der Deputirten, wenn ich auch nicht ganz ihrer Erklärung beipflichte. Ich nehme dio Worte s'armavano assai fuͤr den Nachſatz an, der aus dem erſten e percid nell' arme folgt: Da beides tuͤchtige und in den Waffen geuͤbte Männer waren, ſo er⸗ ſchienen ſie auch haͤufig in den Waffen, wenn ſie ſie auch freilich nicht immer darum anlegten, um unmittelbar in den Kampf oder zum Turniere zu gehen; ſondern nur weil es ſo ihre Gewohnheit war, und ſie ſich gern auf ſolche Art im Publicum zeigten. Ich leſe daher auch nicht mit Dioniſi und andern molto nell' arme s'amavano, ſondern durch ein Comma getrennt molto nell' arme, s'armavano.

S. 22. 8. 7, Den Ehrennamen Maestro, wel⸗ cher im Originale noch vor dem Eigennamen Mazzev della Montagna ſteht, habe ich weggelaſſen, da er ſich durch das deutſche Meiſter, oder dergleichen doch nicht ganz dem Italieniſchen gemaß wiedergeben läßt. Ich fuͤge uͤber die italieniſche Titulatur Sanſovino's Bemerkung hier hinzu: In Florenz war die Sitte, daß Jeder, der kein öffentliches Amt oder Wuͤrde hatte, er mochte adlig oder