Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Anmerkungen zum vierten Bande.

S. 6. 3. 23, Aufſeherin. Man findet das Wort des Originals, welches ich durch Aufſeherin uͤberſetzt habe, donna in einigen Ausgaben in madré verwandelt; ich glaube aber ſehr mit Unrecht. Die zaͤrt⸗ liche und liebende Mutter kommt erſt unten mit in die Handlung verflochten vor; denn nachdem ſich die, ſogleich mit Strafen und Vorwuͤrfen zufahrende Aufſeherin, die Duegna, gegen die Vormuͤnder beſchwert⸗ und dieſe ihren Pflegebefohlenen daruͤber umſonſt zur Rede geſetzt hatten⸗ wandten die letzten ſich an die Mutter⸗ Auch die Deputir⸗ ten behalten donna bei.

S. 12. 8. 17, wobei ihr ihre eigene Un⸗ ſchuld zu Huͤlfe kam So habe ich nach Salviati's Avvertimenti etc. dieſe Worte des Originals: aju tandola la sua innocenza überſetzt; denn deſſen Be⸗ merkung hieruͤber iſt folgende: Dieſe Worte ſind ein Ein⸗ ſchiebſel(interponimento) mit welchem die Erzählerin auf einen ſtillen Einwurf antwortet, der bei ihrer Erzaͤh⸗ lung ihr von den Zuhoͤrern gemacht werden koͤnnte, näm⸗ lich, wie der Mann ſich doch ſo geſchwind bei den Worten ſeiner Frau beruhigt haͤtte.

S. 13. g. 29, erſchienen ſehr haufig in Waffen. Der Canonikus Dioniſt tadelt in ſeinen ſchon angefuͤhrten Blandimenti funebri etc. die Leſeart s'ar- mavano und die Erklarung, welche die Deputirten ihr geben, und will dafuͤr geleſen wiſſen s'amavano Die Deputirten nämlich geben folgende Erklärung: uscivano armati(ſie zogen bewaffnet aus) à giostre e tornia- menti finti o veri; hiergegen behauptet der ged. Ca⸗ non.: armarsi bedeute nicht ſowol zu Kaͤmpfen oder Turnieren ausziehen(uscire), ſondern vielmehr munirsi d armi ſich mit Waffen verſehen, d. i. bewaffnen. Fer⸗

Boccaccio's ſämmtl. W. 4. 12