Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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176 Sechſter Tag. mich'mal ſehen, was fuͤr eine Flaſche Du hinge⸗ tragen haſt. Und als er ſie geſehen, ſagte er: Ci⸗ ſti hat Recht, und nachdem er ihn herunter gemacht hatte, ließ er ihn eine anſtaͤndige Flaſche nehmen.

Da Ciſti dieſe ſah, ſagte er: Zetzt weiß ich, daß er Dich zu mir ſchickt; und er fuͤllte ſie ihm mit Freuden an. Hierauf ließ er noch an demſelben Tage ein Fäͤßchen machen, fuͤllte es mit ſolchem Weine voll, und ließ es ganz gemaͤchlich nach Meſſer Geri's Hauſe ſchaffen, worauf er dann ſelbſt hin⸗ ging, und zu ihm ſagte: Meſſer, ich moͤchte nicht gern, daß Ihr auf die Gedanken kaͤmet, die große Flaſche von dieſem Morgen hätte mich erſchreckt; es kam mir nur ſo vor, als waͤre Euch das aus dem Sinne entfallen, was ich Euch in dieſen Tagen mit meinen kleinen Kruͤgen zu verſtehen gegeben habe, naͤmlich, daß dieſer Wein eben nicht fuͤr Bediente iſt, und daran wollte ich Euch nur dieſen Morgen erinnern. Weil es indeſſen aber gar nicht meine Meinung iſt, laͤnger noch der Huͤter davon zu ſeyn, ſo habe ich Euch Alles herbringen laſſen; und nun macht damit, was Ihr wollt.

Meſſer Geri hielt Ciſti's Geſchenk ſehr werth, und ſagte ihm den Dank dafuͤr, der, wie er glaubte, ihm zukaͤme, ihn ſelbſt aber ſchaͤtzte er nachher im⸗ mer ſehr, und erkannte ihn fuͤr ſeinen Freund.