Zweite Novelle. praͤchtiges Gaſtmahl, wozu er einen Theil der ge⸗ ehrteſten Buͤrger einlud, und auch Ciſti einladen ließ, der aber unter keiner Bedingung hingehen wollte. Meſſer Geri trug daher einem ſeiner Bedienten auf, er ſollte eine Flaſche von Ciſti's Wein holen, und von demſelben einem Jeden einen halben Becher voll beim Anfange der Tafel geben.
Der Bediente, vielleicht noch boͤſe daruͤber, daß er auch nicht ein einziges Mal von dem Weine hatte zu trinken erhalten koͤnnen, nahm eine große Fla⸗ ſche; und als Ciſti dieſe ſah, ſagte er: Mein Sohn, Meſſer Geri ſchickt Dich wol nicht an mich.
Da der Bediente dies mehrere Male verſicherte, aber keine andere Antwort erhalten konnte, kehrte er zu Meſſer Geri zuruͤck, und ſagte es ihm.
Meſſer Geri ſagte zu ihm: Kehre wieder dahin zuruͤck, und ſage ihm, daß ich Dich bloß darum ſchickte, und wenn er Dir wieder ſo antwortet, ſo frage ihn, weshalb ich Dich denn ſonſt ſchickte?
Der Bediente kehrte wieder um, und ſagte: Ciſti, in Wahrheit, Meſſer Geri ſchickt mich nur deßhalb zu Dir.
Ciſti antwortete hierauf: In Wahrheit, mein Sohn, das thut er nicht.
tun, ſagte der Bediente, zu wem ſchickt er mich denn?
Zum Arno, antwortete Eiſti.
Als der Bediente dies dem Herrn Geri wieder zuruͤckbrachte, gingen ihm plotzlich die Augen des Verſtandes auf, und er ſagte zum Bedienten: Laß


