174 Sechſter Tag. und wie? doch das koͤnnte ich Euch gar nicht ſagen, wenn Ihr ihn nicht gekoſtet habt.
Meſſer Geri, bei dem entweder gerade die Ta⸗ geszeit, oder die mehr als gewoͤhnlich gehabte Be⸗ muͤhung, oder vielleicht das leckerhafte Trinken, was er Ciſti'n thun ſah, den Durſt erregt hatte, wandte ſich zu den Geſandten und ſagte lächelnd:
Meine Herren, es wird ſehr gut ſeyn, wenn wir den Wein dieſes braven Mannes koſten, vielleicht iſt er ſo, daß es uns gar nicht gereuen wird; und ſo ging er mit ihnen zu Eiſti hin.
Dieſer ließ ſogleich aus ſeiner Werkſtatt eine ſchoͤne Bank herausbringen, und bat ſie, ſich nieder⸗ zuſetzen, zu ihren Bedienten aber, welche ſich ſchon hervormachten, um die Gläſer zu ſchweifen, ſagte er: Kameraden, geht zuruͤck, und laßt dies Geſchäft mich nur machen; denn ich kann eben ſo ein ſchen⸗ ken als einſchieben; und wartet nur nicht darauf, etwa einen Fropfen davon koſten zu wollen. Und nachdem er dies geſagt, vier ſchoͤne neue Glaͤſer aus⸗ gewaſchen, und einen kleinen Krug von ſeinen guten Weine hatte kommen laſſen, reichte er ſelbſt ſorg⸗ ſam Herrn Geri und ſeinen Gefaͤhrten davon zu trin⸗ ken. Dieſen ſchien der Wein ſchoͤner zu ſeyn, als ſie ihn in langer Zeit getrunken hatten; deßhalb lobten ſie ihn ſehr, und ſo lange die Geſandten da blieben, ging Meſſer Geri mit ihnen faſt alle Mor⸗ gen zum Trinken dahin.
Nachdem ſie aber abgefertigt waren, und wie⸗ der abreiſen wollten, veranſtaltete Meſſer Geri ein
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