Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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172 Sechſter Tag.

den, damit, wenn ſie es zur Nothwendigkeit hervor⸗ ziehen, der Glanz deſſelben deſto heller erſcheinen moͤge. Wie deutlich der Baͤcker Ciſti dies bei einer unbedeutenden Sache erklaͤrte, da er die Augen des Verſtandes auf Meſſer Geri Spina zuruͤckwandte (den mir die uͤber Madonna Oretta, welches ſeine Gemahlin war, erzaͤhlte Novelle wieder ins Gedaͤcht⸗ niß zuruͤckrief), habe ich Luſt Euch in einem ſehr kleinen Novellchen zu beweiſen.

Ich ſage alſo: Als der Papſt Bonifazius, bei welchem Meſſer Geri Spina in ſehr großem Anſe⸗ hen ſtand, nach Florenz einige anſehnliche Geſandten wegen verſchiedener Angelegenheiten, hingeſandt hatte, waren dieſe in Meſſer Geri's Hauſe abgetreten; und er uͤberlegte mit ihnen gemeinſchaftlich die Angele⸗ genheiten des Papſtes. Mit dieſen Geſandten des Papſtes ging Meſſer Geri, was auch der Grund da⸗ zu geweſen ſeyn mag, faſt jeden Morgen, alle zu Fuß, vor der Kirche Santa Maria Ughi vorbei, wo der Baͤcker Ciſti ſeinen Ofen hatte, und in eigener Per⸗ ſon ſeine Kunſt ausuͤbte.

Hatte ihm auch gleich das Gluͤck nur eine ziem⸗ lich niedrige Kunſt zugetheilt, ſo war es doch in eben derſelben ſo wohlthaͤtig gegen ihn geweſen, daß er ſehr reich geworden war, und er, ohne ſie je gegen eine andere aufgeben zu wollen, ganz ſplendide lebte, und beſonders auch ſo gute weiße und rothe Weine hatte, als man ſie nur in Florenz und der ganzen Umgegend finden konnte.

Da er nun alle Morgen vor ſeiner Thuͤr Meſ⸗