Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Erſte Novelle. chen hat, ſo will ich nichts weiter daruͤber ſagen, ſondern, um Euch zu zeigen, wie viel Schoͤnes ſie zu gehoͤriger Zeit geſagt haben, Euch erzaͤhlen, wie eine edle Dame auf eine ſo feine Art einem Ritter Stillſchweigen auflegte.

So wie viele von Euch aus eigener Anſicht wiſ⸗ ſen, oder auch gehoͤrt haben koͤnnen, war vor nicht gar langer Zeit in unſerer Stadt eine feine, wohl⸗ geſittete Dame, die auch ſehr zierlich ſprach, und deren hoher Werth nicht verdient, daß ihr Name verſchwiegen bleibe; ſie hieß alſo Madonna Oretta, und war die Gemahlin Meſſer Geri Spina's. Dieſe befand ſich zufaͤlligerweiſe einmal auf dem Lande, ſo wie wir es ſind, und wollte zum Vergnuͤgen zugleich mit Damen und mit Cavalieren, welche ſie an die⸗ ſem Tage in ihrem Hauſe zum Eſſen bei ſich gehabt hatte, von einem Orte zum andern gehen; allein da der Weg, von da an, wo ſie ausgegangen wa⸗ ren, bis dahin, wo ſie alle zu Fuß hingehen wollten, etwas lang war, ſagte einer der Cavaliere aus der Geſellſchaft: Madonna Oretta, wenn Ihr wollt, ſo will ich Euch einen großen Theil des Weges, den wir zu gehen haben, tragen, und Euch in aller Ge⸗ ſchwindigkeit das ſchoͤnſte Hiſtoͤrchen von der Welt erzaͤhlen.

Hierauf antwortete die Dame, ei, Meſſer, ich bitte Euch vielmehr darum, und es wird mir ſehr lieb ſeyn.

Der Herr Ritter, dem vielleicht das Schwert an der Seite nicht beſſer ſtand, als die Zunge zum