Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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168 Sechſter Tag. nichts anders zu thun gehabt haben, als auf ſie Acht zu geben. Als ſie aber fort waren, da gab die Koͤ⸗ nigin Philomenen auf, mit den Erzaͤhlungen den Anfang zu machen. Sie fing daher ganz wohlge⸗ muth ſo an.

Erſte Novelle.

Ein Ritter ſagt zu Mabonna Oretta, er wolle ſie tragen, und in aller Geſchwindigkeit ihr eine Geſchichte erzaͤhlen, ſie bittet ihn aber, ſie wieder abzuſetzen, weil er ſie ſchlecht erzaͤhlt.

Meine junge Damen, ſo wie an hellen Abenden

die Sterne fuͤr den Himmel ein Schmuck, und im

Lenze die Blumen es fuͤr die gruͤnen Wieſen, und be⸗

laubte Gebuͤſche es fuͤr die Huͤgel ſind, ſo ſind es auch

feine Witzworte fuͤr lobenswerthe Sitten und fuͤr eine angenehme Unterhaltung. Eben nun aber ſchik⸗ ken ſie ſich, wenn ſie kurz ſind, beſſer fuͤr Frauen als fuͤr Maͤnner, da vieles Reden weit mehr an

Frauen, als an Maͤnnern getadelt wird. Es iſt

wahr, mag auch der Grund davon ſeyn, welcher er

wolle, entweder die Schlechtigkeit unſeres Verſtan⸗ des uͤberhaupt, oder der beſondere Haß, den der

Himmel auf unſer Zeitalter geworfen hat, heutiges

Tages ſind uns nur wenige oder gar keine Frauen

uͤbrig geblieben, die zu gehoͤriger Zeit eins anzubrin⸗

gen wiſſen, oder wenn eins geſagt worden iſt, es verſtehen, wie es verſtanden ſeyn muß; und dies iſt eine Schande fuͤr uns Alle. Indeſſen weil Pam⸗ pinea vorher ſchon uͤber dieſe Materie genug geſpro⸗

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