Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Sechſter Tag. 165

ler Froͤhlichkeit damit fertig geworden waren, und ehe ſie etwas Anderes vornahmen, ein paar ſchoͤne luſtige Lieder geſungen hatten, legte der Eine ſich ſchlafen, der Andere ſpielte Schach und noch ein An⸗ derer im Brette; Dioneus und Laurette aber fingen von Troilus und Creſſida an zu ſingen. Und als dann die Zeit gekommen war, wo ſie ſich im hohen Rathe wieder einfinden ſollten, ließ die Koͤnigin ſie rufen, und ſie ſetzten ſich, ihrer Gewohnheit nach, um den Springbrunnen herum.

Als nun die Koͤnigin eben im Begriff war, die erſte Novelle anzubefehlen, ergab ſich etwas, was ſich noch nie ergeben hatte, naͤmlich: ſowol die Koͤ⸗ nigin, als auch alle Andern hoͤrten einen gewaltigen Laͤrm, den die Bedienten und die Maͤdchen in der Kuͤche machten. Es ward daher der Seneſchal geru⸗ fen und befragt, wer ſo ſchrie und was der Grund zu dem Laͤrme waͤre?

Der Laͤrm waͤre zwiſchen Liziska und Tindarus entſtanden, gab er zur Antwort, aber die Urſache wiſſe er nicht, weil er eben erſt dazu gekommen, um ſie zu beruhigen, als er von ihr waͤre gerufen wor⸗ den.

Die Koͤnigin befahl hierauf, er ſolle die Liziska und den Tindarus unverzuͤglich herkommen laſſen, und als ſie gekommen waren, fragte die Koͤnigin, was der Grund zu ihrem Lärme wäre?

Als Tindarus ihr antworten wollte, wandte ſich Liziska, welche ſchon bejahrt, und nur mehr als zu ſtolz, und von dem Schreien noch ganz erhitzt