Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Zehnte Novelle. ein huͤbſches Lied, wenn Du ſingen willſt; die wol⸗ len wir nicht.

Nun, ſei Dioneus, werden Sie nur nicht boͤſe, gnädige Fran, welches gefaͤllt Ihnen denn beſ⸗ ſer? ich weiß ihrer wol tauſend. Oder wollen ſie:

„Liebes nncheh mach's nur ſachte,“ oder: „Hab' mir fuͤr'nen Batzen ein'n Hahn gekauft.“

Da ſagte die Koͤnigin, ein wenig aufgebracht, wenn auch gleich die Andern alle lachten: Dioneus, laß das Witzeln bleiben, ſing' ein ordentliches; wo aber nicht, ſo koͤnnteſt Du zuerſt meinen Zorn er⸗ fahren.

Da Dioneus dies hoͤrte, ließ er die Narrenpoſ⸗ ſen bei Seite, und ſang ein Lied, welches die Koͤ⸗ nigin, obgleich auch die Andern noch welche ſangen, dennoch vorzuglich lobte. Indeſſen, da ſchon ein Theil der Nacht verfloſſen, und die Hitze des Tages von der Kuͤhle der Nacht beſiegt worden war, gebot die Koͤnigin, daß ein Jeder nach ſeinem Gefallen bis zum folgenden Tage ſich zur Ruhe begeben koͤnnte.