162 Fuͤnfter Tag.
Da die ehrenwerthe Geſellſchaft ſah, daß die Koͤnigin aufgeſtanden war, richteten ſie ſich in die Hohe, und nach gewoͤhnlichem Gebrauch ergab ſich ein Jeder dem, was ihm das liebſte war.
Allein da auch die Heuſchrecken ſchon zu ſingen aufgehoͤrt hatten, ward ein Jeder zuruͤckgerufen, und man ging zur Tafel. Nachdem auch dieſe froͤhlich voll⸗ bracht war, fingen Alle an zu ſingen und zu tanzen; es hatte auch ſchon, mit Genehmigung der Koͤnigin, Emilie einen Tanz angefangen, und Dioneus ſollte ein Lied dazu ſingen. Schnell ſing er an:„Monna Aldruda heb' auf Deinen Schweif, ich bring' eine frohliche Maͤhr'.“
Alle Damen fingen daruͤber an zu lachen, und veſonders die Konigin, welche befahl, daß er dies unterwegs laſſen, und ein anderes ſingen ſollte.
Dioneus ſagte: Gnädige Frau, wenn ich ein Inſtrument haͤtte, ſuͤnge ich:„Heb' auf Dein Roͤck⸗ chen, Monna Lapa,“ oder:„Unter dem Slbaum auf dem Graſe,“ oder wollt Ihr, daß ich das ſinge: „Die Welle des Meeres, ach! iſt mir ſo feind,“ aber ich habe kein Inſtrument, und deshalb ſagt, welches wollt Ihr von den Andern. Vielleicht ge⸗ fallt Euch das:„Komm heraus, daß ich Dich ſchneide, wie die Maie auf dem Felde.“
„Sing' ein anderes, ſagte die Koͤnigin.
Nun, ſagte Dioneus, ſo will ich das ſingen: „Monna Simona, das Fäßchen gefullt;“ aber wir ſind ja noch nicht im October⸗
Lächelnd ſagte die Koͤnigin: Zum Henker, ſing'
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