Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Zehnte Novelle.

denn da koͤnnen wir ihn hineinſtecken, ihm ein paar Stiche mit dem Meſſer geben, und alsdann darin liegen laſſen. Wer ihn hierin finden wird, weiß ich nicht, warum er eher glauben ſollte, daß er von hier als von anderwaͤrts her hineingeſteckt wäre; vielmehr wird man glauben, weil er ein ſchlechter junger Menſch geweſen iſt, er ſey, waͤhrend er auf ein Bubenſtuͤck ausgegangen, von einem ſeiner Feinde getoͤdtet, und dann in den Kaſten geſteckt worden.

Der⸗Frau geſiel der Rath des Maͤdchens, nur nicht ihm einige Stiche zu geben, denn das, ſagte ſie, koͤnne ſie um alles in der Welt nicht zugeben, daß es geſchaͤhe. Sie ſchickte ſie daher ſogleich fort, zu ſehen, ob der Kaſten noch dort ſtaͤnde, wo ſie ihn geſehen haͤtte, ſie kam auch wieder und ſagte: Ja.

Das Maͤdchen alſo, was jung und kraͤftig war, legte ſich, mit Huͤlfe der Frau, Ruggieri auf die Schultern, und dann ging die Frau voraus, zuzuſe⸗ hen, ob Jemand kaͤme; und da ſie zu dem Kaſten gekommen waren, ſteckten ſie ihn hinein, ſchloſſen ihn wieder zu, und ließen ihn ſtehen.

In dieſen Tagen waren, etwas weiter hinauf, zwei junge Leute in ein Haus eingekehrt, welche auf Zinſen liehen, und gern viel gewinnen und wenig ausgeben wollten, dieſe hatten Hausgeraͤth noͤthig, hatten den Kaſten den Tag vorher geſehen und mit einander beſchloſſen, ihn, wenn er die Nacht da ſte⸗ hen bliebe, nach ihrem Hauſe hinzuſchaffen. Um Mitternacht gingen ſie aus ihrem Hauſe hinaus, und trugen ihn, da ſie ihn fanden, ſchnell, ohne andere