Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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26 Vierter Tag. Mal recht heftig ins Fleiſch, verſengte ihn mit ei⸗ nem angebrannten Lichte, aber alles umſonſt; daher glaubte ſie, die von der Arzeneikunde freilich nichts verſtand, obgleich ihr Mann ein Arzt war, ohne allen Zweifel, er muͤſſe todt ſeyn. Da ſie ihn nun ſo uͤber alles liebte, iſt es wol keine Frage, ob ſie betruͤbt war, und da ſie nicht wagte einen Laͤrm zu machen, weinte ſie in Stillem uͤber ihn und verſank in die hoͤchſte Fraurigkeit uͤber ein ſolches Ungluͤck. Bald darauf aber, da die Frau fuͤrchtete, noch Schande zu ihrem Schmerze hinzuzufuͤgen, dachte ſie darauf ohne weiteren Verzug ein Mittel zu finden, den Tod⸗ ten aus dem Hauſe fortzuſchaffen; und da ſie ſich hierin nicht zu rathen wußte, rief ſie im geheimen ihr Maͤdchen, und fragte ſie, nachdem ſie dieſer ihr Ungluͤck gezeigt hatte, um Rath.

Das Maͤdchen wunderte ſich ſehr, auch ſie ruͤt⸗ telte ihn und ſtieß ihn; allein da auch ſie ſah, daß er ohne Leben war, ſagte ſie, was die Frau ſagte, naͤmlich, er waͤre wirklich todt, und rieth, daß er aus dem Hauſe geſchafft werden muͤßte.

Hierauf ſagte die Frau: Aber wo koͤnnen wir ihn denn hinbringen, daß man morgen nicht auf den Verdacht kommen ſollte, er waͤre, wenn man ihn ſehen wird, von hier aus fortgeſchafft.

Das Maͤdchen antwortete: Madam, dieſen Abend ganz ſpaͤt ſah ich gerade vor dem Laden dieſes Tiſch⸗ lers, unſeres Nachbaren, einen nicht zu großen Ka⸗ ſten, der, wenn der Meiſter ihn nicht ins Haus ge⸗ brocht hat, uns gerade recht zu Paß kommen wuͤrde,