Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Vierter Tag.

und beſſeren anfangen, und dadurch vielleicht eine gute Vorbedeutung fuͤr das geben, was an dem fol⸗ genden Tage erzaͤhlt werden ſoll.

Ihr ſollt alſo wiſſen, ſchoͤnſte Jungfrauen, daß es noch nicht ſehr lange her iſt, als in Salerno ein großer Arzt in der Chirurgie lebte, deſſen Name Mazzeo della Montagna war, welcher, ſchon zu einem ſehr hohen Alter gekommen, noch eine ſchoͤne artige junge Frau, aus ſeiner Stadt, genommen hatte. Dieſe verſah er mit praͤchtigen und reichen Kleidern, mit andern Koſtbarkeiten und allem, was einer Frau nur gefallen kann, beſſer, als es jede andere in der Stadt hatte; dagegen iſt es aber auch wahr, daß ſie die meiſte Zeit den Schnupfen hatte, als waͤre ſie von dem alten Herrn im Bette nicht recht zuge⸗ deckt gehalten worden. So wie Meſſer Richard von Chinzika, von dem wir ſchon geſprochen haben, ſei⸗ ner Frau die Feſttage lehrte, ſo bewies dieſer ihr, daß bei einer Frau zu ſchlafen, es ich weiß nicht, wie viel Tage, beduͤrfte, um ſich davon wieder herzuſtel⸗ len, und aͤhnliche Narrenpoſſen, womit ſie aber uber⸗ aus ſchlecht zufrieden war. Indeſſen als eine kluge und hochherzige Frau entſchloß ſie ſich, um das Haͤusliche zu erſetzen, geradezu auf die Straße hin⸗ auszuſpringen, und einen Fremden benutzen zu wol⸗ len; ſie ſah daher nach mehr und immer mehreren jungen Maͤnnern aus, bis ihr endlich einer vorkam, auf den ſie alle ihre Hoffnung, allen ihren Sinn und all ihr Gluͤck ſetzte.

Sobald der junge Mann dies merkte, und es