Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Vierter Tag.

ſen Haͤnden, ehe ich zuruͤckkam, aus der Bruſt ge⸗ riſſen habe.

Ob die Frau, als ſie dies von dem hoͤrte, den ſie mehr als irgend etwas liebte, daruͤber betruͤbt ward, iſt keine Frage; ſie ſagte daher nach kurzer Zeit darauf: Ihr habt gethan, was ein treuloſer ſchlechter Ritter thun mußte; denn wenn ich, da er mich keineswegs gezwungen hat, ihn zum Herrn meiner Liebe gemacht, und ich Euch gekraͤnkt habe, ſo mußte nicht er, ſondern ich die Strafe daruͤber leiden. Aber Gott moͤge es nimmer zulaſ⸗ ſen, daß nach einer ſo edlen Speiſe, als das Herz eines ſo muthigen und ſo feinen Ritters, wie Meſ⸗ ſer Wilhelm Guardaſtagno es war, jemals noch eine andere uͤber meine Zunge gehe. Und ſchnell aufge⸗ ſtanden, ſtuͤrzte ſie ſich aus einem Fenſter, was hin⸗ ter ihr war, ohne ſich weiter noch zu beſinnen, hinab.

Das Fenſter war ſehr hoch von der Erde, daher war die Frau, als ſie hinunter fiel, nicht nur ſo⸗ gleich todt, ſondern auch beinahe ganz zerſchmettert.

Meſſer Wilhelm ward, als er dies ſah, ſehr beſtuͤrzt, und ſah ein, daß er nicht recht gehandelt hatte; daher ließ er, aus Furcht vor den Landlen⸗ ten und dem Grafen von Provence, die Pferde ſat⸗ teln, und machte ſich davon.

Am folgenden Morgen wußte man in der gan⸗ zen Gegend, wie die Sache zuſammenhinge; deshalb wurden die beiden Koͤrper ſowol von den Leuten aus dem Schloſſe Meſſer Wilhelm Guardaſtagno's, als auch von denen aus dem Schloſſe der Dame, mit