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Vierter Tag.
niere oder Kampfe, oder nach einem andern Kampf⸗ ſpiele mit einander hinzugehen, und immer mit der⸗ ſelben Deviſe. Und obgleich ein jeder in ſeinem Schloſſe wohnte, und einer vom andern wohl zehn Miglien entfernt war, ſo geſchah es doch, daß, da Meſſer Wilhelm Roſſiglione eine ſchoͤne und feine Frau zur Gemahlin hatte, Meſſer Wilhelm Guar⸗ daſtagno ſich uͤber alle Maßen, trotz der Freundſchaft und Bruͤderſchaft, welche unter ihnen obwaltete, in ſie verliebte, und bald durch dieſe bald durch jene Handlung es dahin brachte, daß die Dame es merkte. Da ſie ihn nun als einen beherzten Ritter kennen gelernt hatte, und er ihr gefiel, ſo fing ſie ſo viel Liebe fuͤr ihn zu fuͤhlen an, daß ſie nichts mehr als ihn wuͤnſchte und liebte, und nichts anderes erwar⸗ tete, als von ihm aufgefordert zu werden. Es dauerte auch nicht lange, ſo erfolgte dies, und ſie waren, von der feurigſten Liebe entbrannt, ein Mal, und wieder ein Mal beiſammen.
Allein da ſie bei ihrem Umgange nicht vorſichtig genug waren, ſo geſchah es, daß der Mann es be⸗ merkte, und daruͤber in ſolchem Grade erzuͤrnt ward, daß die große Liebe, die er fuͤr Guardaſtagno fuhlte, ſich in den toͤdtlichſten Haß verwandelte. Allein er wußte ihn beſſer verborgen zu halten, als die Lie⸗ benden ihre Liebe zu halten gewußt hatten, und war feſt entſchloſſen, ihn umzubringen.
Als nun Roſſiglion gerade mit dieſen Gedanken umging, wollte es der Zufall, daß in Frankreich ein großes Turnier ausgeſchrieben ward, was Roſſiglion


