Vierter Tag⸗ raubte der Schmerz, ſo wie er dem jungen Manne das Leben geraubt hatte, es auch ihr.
Aber da die Frauen ihr zuſprachen, und zu ihr ſagten, daß ſie ſich doch wieder ein wenig erheben moͤchte, indem ſie ſie noch nicht erkannten, ſie aber ſich immer nicht erhob, und ſie ſie nun empor heben wollten, ob ſie ſie gleich noch immer unbeweglich fanden, da erkannten ſie ploͤtzlich, als ſie ſie denn doch endlich in die Hoͤhe gehoben hatten, daß es Salveſtra, und daß ſie todt waͤre. Alle Frauen, welche hier gegenwaͤrtig waren, wurden nun von dop⸗ peltem Schmerz uͤberwunden, und fingen ein noch um deſto groͤßeres Wehklagen an.
Das Geruͤcht, was ſich auch außerhalb der Kir⸗ che unter die Leute verbreitet hatte, kam zu den Oh⸗ ren ihres Mannes, der mit darunter war, und die⸗ ſer beweinte ſie lange Zeit, ohne auf Troſt oder Zu⸗ reden irgend Eines zu hoͤren.
Da vielen von denen, die eben gegenwaͤrtig wa⸗ ren, die Geſchichte der Nacht dieſes jungen Mannes und der Frau erzaͤhlt worden war, ſo wußten nun auch Alle ganz klar und deutlich den Grund zu dem Tode eines Jeden, der auch Allen ſehr nahe ging.
Man nahm alsdann die verſtorbene junge Frau, und legte ſie, ſo geſchmuͤckt wie man es mit todten Koͤrpern zu thun pflegt, auf ein und eben daſſelbe Todtenbette dem jungen Manne zur Seite, und nach⸗ dem man ſie lange Zeit hier beklagt und beweint hatte, wurden Beide in Ein Grab begraben; und ſo vereinigte der Tod Diejenigen, welche im Leben
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