Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Vierter Tag.

lernen wirſt; und dann kannſt Du hier wieder her⸗ kommen.

Der Juͤngling hoͤrte ſorgſam zu, antwortete aber kurz, das wuͤrde er nicht thun, weil er glanbte, in Florenz koͤnne er eben ſo gut, wie jeder Andere, bleiben.

Die braven Maͤnner, dies hoͤrend, verwieſen es ihm mit noch mehreren Worten; allein da ſie keine andere Antwort aus ihm herausbringen konnten, ſag⸗ ten ſie es der Mutter. Dieſe hieruͤber gewaltig auf⸗ gebracht, und zwar nicht ſowol daruͤber, daß er nicht nach Paris gehen wollte, als vielmehr uͤber ſein Verlieben, machte ihm arge Vorwuͤrfe; nachdem ſie ihm aber mit ſuͤßen Worten wieder ſanft zuge⸗ ſprochen hatte, ſchmeichelte ſie ihm und bat ihn freundlich, er moͤchte es ſich doch gefallen laſſen, das zu thun, was ſeine Vormuͤnder wuͤnſchten. Sie wußte es ihm auch ſo zu ſagen, daß er darin wil⸗ ligte, auf ein Jahr, aber laͤnger nicht, nach Paris zu gehen; und das geſchah denn auch.

Hieronimus, im hoͤchſten Grade verliebt, ging alſo nach Paris, und ward daſelbſt, von einem Tage zum andern, zwei Jahre hingehalten. Als er dar⸗ auf noch weit verliebter, als nur je, von da wieder zuruͤckkam, fand er ſeine Salveſtra an einen recht artigen jungen Mann, der ein Zeltſchneider war, ver⸗ heirathet; woruͤber er uͤber alle Maßen betruͤbt ward. Indeſſen, da er ſah, daß es nicht anders ſeyn konnte, beſtrebte er ſich, ſich daruͤber zu beru⸗ higen, und nachdem er ausgeforſcht hatte, in wel⸗

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