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Anmerkungen. 183
men Nonnen anthun muͤſſen, die ſuͤßeſten Gefuͤhle und Re⸗ gungen zu unterdruͤcken.
S. 140 3. 13, und mir— einen Beutel und Guͤrtel ſchickte. Sanſovino ſagt in ſeiner Dichiara- zione etc. hieruͤber folgendes: Die Alten pflegten uͤber dem Wamſe ein Jaͤckchen zu tragen, was ſie mit einem ſammtenen Guͤrtel befeſtigten, und von welchem wieder ein Beutelchen oder Täſchchen herabhing. Dieſes Beutelchen oter Täſchchen fuͤhrte den eigenen Namen borsellino, war wn Atlas oder Sammet, geſtickt und von feiner Arbeit. Dies war zu damaliger Zeit ein gewöhnliches, aber ſehr hrenwerthes Geſchenk fuͤr die jungen Leute gegen einan⸗ der. Auch Marrini gibt in einer Note zur achtzehnten Stange des Lamento di Gecco da Verlungo hieruͤber folgende Erklärung: piccola tasca, che si tien cu- cita alla cintola de' calzoni;(eine kleine Taſche, die an dem Guͤrtel der Beinkleider angenaͤhet iſt.) Gewiß trug Meſſer Richard von Chinzika ſeinen Kalender in eben ei⸗ nem ſolchen Beutelchen immer bei ſich.
S. 142 8. 17, vierzig Meſſen des heil. G. Manni glaubt, man muͤſſe trenta(dreißig) ſtatt qua- ranta(vierzig) leſen, weil dieſer Fehler aus der Verwech⸗ ſelung der Zahlen XXX und XXXX, wie die Zahl in ei⸗ nigen Handſchriften mag geſchrieben geweſen ſeyn, entſtan⸗ den ſeyn koͤnne. Allein ſollte B. wol nicht auch uͤber die Menge der fuͤr Todte zu leſenden Meſſen ſeinen Scherz betrieben haben dadurch, daß er die gewoͤhnliche Zahl der Meſſen fuͤr den heiligen Gregor noch um zehn vermehrte? Die Entſtehung dieſer dreißig Todtenmeſſen, deren auch Grazzini(Cen. II. nov. 1.) erwaͤhnt, iſt aus dem Le⸗ ven dieſes Heiligen bekannt, den das Volk nach ſeinem Tode dreißig Tage lang beweinte und beklagte, und alle Tage eine Meſſe fuͤr ihn leſen ließ.
S. 147 8. 22, Musjechen! Ich habe das ita⸗ lieniſche Meccere, was das Vocaholario della Crusca
durch die Worte erklaͤrt: l0 stesso, che Messere, ma deito per ischerno, e in diligione, durch das deut⸗ ſche, faſt in eben der Bedeutung im gemeinen Leben ge⸗


