Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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180 Anmerkungen.

che im Original, cavalcasse la capra in verso i1 chino. Die Crusca gibt von demſelben eine doppelte Erklärung, erſtlich unter dem Worte capra§. IV., wo es heißt: Cavalcar la capra inverso 11 chino è proverbio, che vale andare a rompicollo, andar in rovina, in precipizio; detto cosl dall' esser pericoloso il cayalcar la capra, e tanto piu verso chino(a pendio, abſchuͤſſig, von einem Verge her⸗ ab); die zweite unter dem Worte cavalcare§. V. lau⸗ tet: Cavalcar la capra, o cavalcar una cosa, e maniera proverh. che vale Lasciarsi dare e darsi ad intendere una cosa per un' altra, alſo ſo viel, als ſich etwas aufbinden oder weis machen laſſen. Und dieſe letzte Bedeutung kann es hier nur haben; denn dieſe Be⸗ merkung des Dioneus bezieht ſich auf die vorhergehende Novelle der Philomena, wo Bernhard⸗ nachdem er die Treue ſeiner Frau auf's Aeußerſte vertheidigt hatte, ſich dennoch vom Ambroſius hätte Etwas gegen ſie aufbinden laſſen. Auch Sanſovino gibt in der ſchon angef. Dichiara- zione etc. eben dieſe Erklaͤrung, wenn er ſagt: Prover- pio metaph. dalla capra, Elle hanno le gambe di- nanzi piu corte; onde chi le cavalca alla china, aggiunge errore ad errore; perchè bisogna chè caggia, se non si attiene alle corna, laonde Ber- nabo cavalcava la capra non conoscendo l'errore, ciod tenendo che le Donne non fussero mohbili, der Zuſatz in verso il chino ſoll alſo nur bloß den Sinn des Sprichwortes verſtärken. Ein deutſches Sprichwort unter demſelben, oder nur einem ähnlichen Bilde zu fin⸗ den, war mir nicht moͤglich; ich habe daher das: Je⸗ manden eine Naſe drehen, gewaͤhlt, und durch die dreifa⸗ che Naſe ebenfalls zu verſtärken geſucht. S 108 8 5, und die großen Säle ꝛc. Der neuere Herausgeber des Dekameron, Colombo, fuͤgt eben ſo, wie auch ſchon fruͤhere Herausgeber gethan haben, im Originale, wo dieſe Stelle ſo lautet: et avendo le gran sale, le pulite, et ornate camere compiuta mente ripien di ciò, chè a camera s'appartiene,