Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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166 Dritter Tag.

ich mich nach allen Kraͤften bemuͤhen, Euch den mir nur moͤglich groͤßten Dank dafuͤr abzuſtatten. Fuͤr jetzt bleibt mir nichts weiter zu ſagen uͤbrig, und deshalb, geliebteſte Frau, gebe Euch Gott die hoͤchſte Freude und das hoͤchſte Gluͤck, wie Ihr ſelbſt es Euch nur wuͤnſchen moͤget, und hiermit Gott befoh⸗ len!

Auf alles dies antwortete die Dame auch nicht ein Wort. Deshalb ſtand der Zierling auf und wandte ſich zu dem Cavalier, der, da er ſah, daß Jener aufgeſtanden war, ihm entgegen kam und la⸗ chend zu ihm ſagte: Nun, was meinſt Du? Habe ich mein Verſprechen gehalten?

Herr, antwortete der Zierling, keineswegs! denn Ihr verſprachet mir, mich mit Eurer Frau reden zu laſſen, aber Ihr habt mich mit einer Statue von Marmor reden laſſen.

Dies Wort gefiel dem Cavalier ausnehmend, der, ob er gleich ſchon eine ſehr gute Meinung von ſeiner Frau hatte, doch jetzt noch eine weit beſſere von ihr bekam, und ſagte: Nun iſt alſo doch das Roß, was Dein war, mein?

Hierauf gab der Zierling zur Antwort: Aller⸗ dings, Herr, und wenn ich geglaubt haͤtte, aus die⸗ ſer von Euch erhaltenen Gunſt den Nutzen zu ziehen, den ich wirklich daraus gezogen habe, ſo wuͤrde ich es Euch, ohne daß Ihr mich erſt darum gebeten haͤt⸗ tet, geſchenkt haben, und wollte Gott, ich haͤtt' es gethan, denn Ihr habt das Roß kaͤuſtich an Euch gebracht, aber ich habe es nicht verkauft.