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28 Zweiter Tag.
her gethan hatte, fing ſie an, ſich mit dem zu er⸗ freuen, was ihr das Schickſal zubereitet hatte.
Waͤhrend die Sachen nun ſo ſtanden, kam Os⸗ vek, damals Beherrſcher der Tuͤrken, welcher mit dem Kaiſer in beſtaͤndigem Kriege lag, gerade um dieſe Zeit von ungefaͤhr nach Smyrna; hier hoͤrte er, was für ein uͤppiges Leben Conſtantin mit einer Dame, die er geraubt hatte, ohne die mindeſte Vor⸗ ſicht, in Chios fuͤhrte; er ging daher in einer Nacht auf einigen bewaffneten Schiffen dahin, drang in al⸗ ler Stille mit ſeinen Leuten in die Stadt, machte meh⸗ rere, ehe ſie es gewahr wurden, daß die Feinde da⸗ zu gekommen waren, in den Betten gefangen, und toͤdtete endlich auch einige, welche, vom Schlaf er⸗ wacht, zu den Waffen liefen; dann ſteckte er Alles in Brand, brachte die Beute und die Gefangenen auf die Schiſſe, und kehrte nach Smyrna zuruͤck. Hier angekommen, fand Osbek, der ein junger Mann war, als er die Beute unterſuchte, auch die ſchoͤne Dame darunter, und erkannte ſie fuͤr die, welche mit Conſtantin im Bette ſchlafend war gefangen ge⸗ nommen worden. Außerordentlich erfreut, als er ſie
ſah, machte er ſie unverzuͤglich zu ſeiner Gemahlin, feierte ſogleich die Hochzeit, und verbrachte mehrere Monate ſehr vergnuͤgt mit ihr.
Der Kaiſer, welcher vorher, ehe alles dies vor⸗ gefallen war, mit Baſano, dem Koͤnige von Kappa⸗ docien, einen Vertrag geſchloſſen hatte, daß dieſer mit ſeiner Macht von der einen Seite auf Oöbek losgehen moͤchte, waͤhrend er ihn von der andern an⸗
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