Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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Siebente Novelle. 29

fallen wurde, dies aber noch nicht vollkommen hatte ausfuͤhren können, weil er Verſchiedenes, was Ba⸗

ſano verlangt hatte, er aber nicht fur noͤthig hielt,

noch nicht hatte thun wollen. Indeſſen jetzt, da er erfahren hatte, wie es ſeinem Sohn ergangen war, und dies ihn uͤber alle Maßen ſchmerzte, erfuͤllte er ohne Zoͤgern, was der Koͤnig von Kappadocien be⸗ gehrte, und lag ihm nun an, ſo viel er nur konnte, uͤber Osbek herzufallen, und auch er ruͤſtete ſich ſelbſt, von der andern Seite auf ihn loszugehen.

Sobald Osbek dies merkte, zog er ſogleich ſein Heer zuſammen, ehe er von den zwei maͤchtigen Herren in die Mitte zuſammengedraͤngt wuͤrde, und ging dem Koͤnige von Kappadocien entgegen, waͤhrend er ſeiner ſchoͤnen Frau in Smyrna einen ſeiner Ver⸗ trauten zum Schutz zuruͤckließ. Nach einiger Zeit kämpfte er ſelbſt mit dem Koͤnige von Kappadocien in einem Gefechte, ward aber in der Schlacht ge⸗ todtet und ſein Heer geſchlagen und zerſtreuet. Ba⸗ ſano zog daher frei und ungehindert als Sieger in Smyrna ein, woſelbſt er ſah, daß ihm Alles entge⸗ gen kam und gehorchte.

Oösbeks Vertrauter, deſſen Name Antiochus war, und dem die ſchoͤne Frau zu beſchuͤtzen uͤbertragen worden, fand, obgleich ſchon bejahrt, wie ſie ſo ſchoͤn wäre, und, ohne ſeinem Freunde und Herrn ſein Wort zu halten, verliebte er ſich in ſie. Da er be⸗ ſonders auch ihre Sprache verſtand, was ihr ſehr lieb war, indem ſie alle dieſe Jahre her wie eine Taube oder Stumme hatte leben muͤſſen, weil ſie