26 Zweiter Tag.
krank an, um einen Grund zu haben, nach Athen zuruͤckzukehren. Er uͤbergab daher, mit Erlaubniß des Herzogs, ſein Kommando an Manuel, und kehrte zu ſeiner Schweſter nach Athen zuruͤck. Nachdem er einige Tage bei ihr verweilt, und ſie durch ſeine Re⸗ den noch mehr uͤber die Schmach aufgereizt hatte, welche der Herzog ihr durch die Dame, die er un⸗ terhielt, zuzufuͤgen ſchien, ſagte er zu ihr, daß, wenn ſie nur wollte, er ihr gern beiſtehen wuͤrde, um dieſelbe von da, wo ſie wäre, wegzuholen und fortzufuͤhren.
Die Herzogin, in der Meinung, Conſtantin thaͤte dies aus Liebe zu ihr, aber nicht zur Dame, ſagte, er thaͤte ihr einen großen Gefallen, wenn er wirklich es nur ſo zu veranſtalten wuͤßte, daß der Herzog es niemals erfuͤhre, daß ſie darin eingewil⸗ ligt haͤtte. Dies verſprach ihr Conſtantin vollkom⸗ men; und die Herzogin war zufrieden, daß er han⸗ delte, wie es ihn am beſten duͤnkte.
Conſtantin ließ daher ganz im Stillen eine leichte Barke ausruͤſten, und ſandte ſie eines Abends in die Naͤhe des Gartens hin, wo die Dame ſich aufhielt, und, nachdem er einige ſeiner Leute, die ſich darauf befanden, von dem, was ſie zu thun haͤtten, unter⸗ richtet hatte, ging er mit anderen nach dem Pallaſte, in welchem die Dame war. Hier ward er freund⸗ lich von denen, die bei der Dame die Aufwartung hatten, und auch von der Dame ſelbſt, empfangen, und ging mit ihr, begleitet von ihrer Dienerſchaft, und von den Gefaͤhrten Conſtantins, nach ihrem Ge⸗


