Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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24 Zweiter Tag.

auf, und es kamen ihm viele Mächte zur Huͤlfe, worunter auch der Kaiſer von Conſtantinopel ihm ſeinen Sohn, Conſtantin, und ſeinen Neffen, Ma⸗ nuel, mit einem ſchoͤnen und anſehnlichen Heere ſandte. Sie wurden vom Herzoge ehrenvoll empfangen, und mehr noch von der Herzogin, da es ihre Schweſter war.

Da ſich nun Alles von Tage zu Tage immer mehr zum Kriege neigte, ſo erſah die Herzogin die Zeit, und ließ beide Bruͤder zu ſich in ihr Zimmer kommen; hier erzaͤhlte ſie ihnen unter vielen Thraͤnen und mit vielen Worten die ganze Geſchichte, ſagte ihnen ausfuͤhrlich den Grund des Krieges, und zeigte ihnen den Schimpf, den ihr der Herzog durch jene Perſon anthaͤte, welche er vor ihr verborgen zu halten glaubte. Sie beklagte ſich bitter daruͤber, und bat ſie, daß ſie zur Ehre des Herzogs und zu ihrem Troſte jedes Mittel anwenden moͤchten, was ſie fuͤr das beſte hielten. Die jungen Maͤnner wußten den ganzen Hergang der Sache, und darum troͤſteten ſie die Her⸗ zogin, ſo gut ſie nur konnten, ohne ſie noch weiter zu befragen, und gaben ihr die beſte Hoffnung; und nachdem ſie von ihr unterrichtet worden waren, wo ſich die Dame aufhielte, reiſten ſie ab.

Da ſie die Dame ſchon wegen ihrer wundervol⸗ len Schoͤnheit oͤfters hatten ruͤhmen hoͤren, ſo verlang⸗ ten ſie ſehr, ſie zu ſehen, und baten den Herzog, daß er ſie ihnen doch zeigen möchte. Er, ſich nicht mehr daran erinnernd, wie es dem Prinzen ergan⸗ gen war, der ſie ihm gezeigt hatte, verſprach es, zu