Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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Siebente Novelle. 23 Stillen irgend wohin begeben, um daſelbſt mit ſei⸗ ner ſchoͤnen Frau einige Zeit ungeſtoͤrt zu verleben. Sie gaben ſich daher weiter keine Muͤhe.

So ſtanden die Sachen, als eines Tages ein Bloͤdſinniger, der zwiſchen den Ruinen umherging, wo die Koͤrper des Prinzen und des Ciuriaci lagen, den Ciuriaci an dem Strange herauszog, und ihn hinter ſich her ſchleppte. Nicht ohne große Be⸗ wunderung ward er von Mehreren erkannt, welche ſich nach vielen guten Worten von dem Narren da⸗ hin fuͤhren ließen, von wo er den Leichnam hergeso⸗ gen haͤtte, und hier fand man zum groͤßten Schmers der ganzen Stadt auch den des Prinzen, welcher ſo⸗ dann anſtandig begraben ward. Hierauf ward dem Thaͤter eines ſolchen Frevels nachgeſpuͤrt, und da man bemerkte, daß der Herzog von Athen nicht mehr da war, ſondern heimlich abgereiſt ſey, glaubte man, wie es denn auch wirklich war, daß er die That begangen, und die Dame mit ſich fortgefuͤhrt habe. Es ward daher an die Stelle ihres Prinzen ſchnell ein Bruder des verſtorbenen geſetzt, der aus aller Macht zur Rache aufgereizt ward. Nachdem dieſer ſich durch noch mehrere umſtaͤnde uͤberzeugt hatte, daß es wirklich ſo waͤre, als man vermuthete, ſo forderte er Freunde, Anverwandte und Diener⸗ ſchaar von verſchiedenen Seiten auf, brachte ſchnell ein ſchoͤnes, großes und wichtiges Heer zuſammen, und ſchickte ſich an, dem Herzoge von Athen den Krieg zu machen. Da der Herzog dies hoͤrte, bot er zu ſeiner Vertheidigung ebenfalls alle ſeine Kräfte