das Bett und betra
Zweiter Tag. chtete ruhig die Dame, welche feſt ſchlief; er ſah ſie genau au, und wenn ſie ihm angekleidet gefallen hatte, ſo gefiel ſie ihm entklei⸗ det uͤber allen Vergleich noch weit mehr. Ent⸗ flammt daher von gluͤhender Begierde, und gar nicht erſchrocken uͤber das ſo eben von ihm veruͤbte Ver⸗ brechen, legte er ſich, mit noch blutigen Haͤnden, ihr zur Seite, und blieb bei ihr, die ganz ſchlaftrunken glaubte, es waͤre der Prinz, liegen. Indeſſen, als er einige Zeit mit dem groͤßten Vergnugen bei ihr verweilt hatte, ſtand er auf, und ließ, da er einige ſeiner Gefaͤhrten hatte kommen laſſen, die Dame ſo nehmen, daß ſie kein Geraͤuſch machen konnte; nach⸗ dem ſie dann durch eine verſteckte Thuͤr, durch wel— che er ſelbſt gekommen war, getragen und auf ein Pferd geſetzt worden war, machte er ſich ſo inge⸗ heim, als er nur konnte, mit allen den Seinigen auf den Weg, und kehrte nach Athen zuruͤck. Iber da er eine Gemahlin hatte, brachte er ſie, die mehr als jemals betruͤbt war, nicht nach Athen ſelbſt hin, ſondern nach einem ſchoͤnen Aufenthaltsorte, den er außerhalb der Stadt am Meere hatte; hier hielt er ſie ganz verborgen, und ließ ſie auf das an⸗ ſtaͤndigſte mit allem, was ſie bedurfte, bedienen.
Am andern Morgen hatten die Hoͤflinge des Prinzen bis gegen MWittag gewartet, daß er aufſte⸗ hen moͤchte; aber da ſie nichts merkten und ſie, nach⸗ dem ſie die Thuͤren des Zimmers aufgeſtößen hatten, die nur bloß verſchloſſen waren, auch keinen Menſchen weiter fanden, glaubten ſie, er hätte ſich ganz im
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