16 Zweiter Tag.
ten; aber Marato mit dem heiligen Ereſci*), den wir von Gott ſelbſt erhalten haben, in der Hand, fing an, ſie nach und nach ſo zu troͤſten, daß, je mehr ſie ſich mit ihm verband, ſie Pericone's um ſo eher vergaß. Und ſchon ſchien ſie ſich ganz wohl zu befinden, als das Gluͤck ihr auch ſchon wieder neue Trauer zubereitete, gleich, als waͤre es mit der vergangenen nicht zufrieden; denn da ſie, wie wir ſchon einigemal geſagt haben, ſehr ſchön und von dem lobenswuͤrdigſten Benehmen war, ſo verliebten ſich die beiden jungen Herren des Schiffes ſo gewaltig in ſie, daß ſie, alles Andere daruͤber ver⸗ geſſerd, nur einzig und allein darauf bedacht wa⸗ ren, ihr zu dienen und ihr zu gefallen, ſich aber doch wohl huͤteten, daß Marato nicht den Grund davon merken moͤchte. Und da ſie einer des andern Liebe gewahr geworden waren, ſprachen ſie inge⸗ heim mit einander daruͤber, und kamen dahin über⸗ ein, den Gewinſt dieſer Liebe gemeinſchaftlich mit einander zu theilen, als wenn die Liebe eben das leiden muͤßte, was der Handel oder der Gewinſt leiden muß. Allein da ſie ſahen, daß Marato ſie au⸗ ßerordentlich bewachte, und ſie deshalb an ihrem Vor⸗ haben behindert wuͤrden, ſo beſchloſſen ſie einmuͤthig eines Tages, als das Schiff mit vollen Segeln dahin⸗ fuhr und Marato am Hintertheile des Schiffes ſtand und ins Meer ſchaute, ihn von hinten zu er⸗
„) Die Anſpielung hier ſoll unten weiter erklaͤrt wer⸗ den.


