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Siebente Novelle. 15
Von ungefaͤhr lag in dem Hafen der Stadt ein Schiff bereit, welches, mit Waaren beladen, nach Chiaranza in Romanien abgehen ſollte, und von welchem zwei junge Genueſer Beſitzer waren. Schon waren die Segel beigeſetzt, um mit dem erſten gu⸗ ten Winde abzufahren, als Marato es mit ihnen abmachte, daß er mit der Dame in der folgenden Nacht ven ihnen aufgenommen werden ſollte. Als es nun hierauf Nacht geworden war und er alles Noͤthige beſorgt hatte, ging er unerkannt mit einigen getreuen Gefaͤhrten, die er u dem, was er zu thun beabſichtigte, erbeten hatte, nach Pericone's Haus, der ſich nichts Boͤſes von ihm verſah, und verbarg ſich, wie es un⸗ ter ihnen verabredet, im Hauſe. Nachdem ein Theil der Nacht verſtrichen war, eroͤffnete er ſeinen Gefaͤhr⸗ ten, wo Pericone mit der Dame ſchlief, und ſobald er das Zimmer geoͤffnet hatte, ward Pericone im Schlafe getoͤdtet, und die Dame, welche erwacht war, und der fie ebenfalls mit dem Tode droheten, wenn ſie ihre Klagen laut werden ließe, fortgeriſſen. Dann machten ſie ſich unbemerkt mit einem großen Theil von Pericone's Koſtbarkeiten nach dem See⸗ ufer, und hier beſtieg Marato, ohne weitern Ver⸗ zug mit der Dame das Schiff, ſeine Gefaͤhrten aber kehrten nach Hauſe zuruͤck. Die Schiffer hatten guten und kuͤhlen Wind, und gingen ſogleich unter Segel.
Die Dame weinte bitterlich uͤber ihren erſten Unfall, und eben ſo ſehr auch uͤber dieſen zwei⸗


