Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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Siebente Novelle. 13

gleich ſie denſelben nach ihren Geſetzen, die ihn ver⸗ boten, nicht gewohnt war zu trinken, ſo glaubte er ſie durch dieſen, als einen Diener der Venus, fangen zu koͤnnen. Er that, als wenn er ſich gar nicht mehr darum bekuͤmmerte, daß ſie ſo ſproͤde gegen ihn waͤre, ſtellte aber eines Tages ein feierliches Abendeſſen an, wozu die Dame ebenfalls erſchien, und als man waͤhrend des Mahles anfing, ſehr froͤh⸗ lich zu werden, gab er dem, der ſie bediente, den Befehl, daß er ihr verſchiedene Weine zum Trinken unter einander miſchen ſollte; was denn dieſer auch ganz vortrefflich that. Sie, die ſich deſſen nicht verſah, wurde durch die Lieblichkeit des Getraͤnkes dahin gebracht, mehr davon zu trinken, als es ihr der Anſtand erlaubte, und, aller ihrer ausgeſtande⸗ nen Widerwärtigkeiten vergeſſend, ward ſie endlich ſo froͤhlich, daß, als ſie einige Frauen nach majoli⸗ ſcher Weiſe tanzen ſah, ſie nach alexandriniſcher Art zu tanzen anfing.

Sobald Pericone dies ſah, ſchien es ihm, als ſey er dem, was er wuͤnſchte, ganz nahe; er ſetzte daher das Abendeſſen mit Speiſen und Getraͤnk noch bis ſpaͤt in die Nacht fort. Als dann endlich die Gaͤſte fortgegangen waren, trat er mit der Dame allein in ein Zimmer ein, welche, mehr von Wein erhitzt, als von Zuͤchtigkeit zuruͤckgehalten, ſich, a's wäre Pericone eine ihrer Frauen, ohne Ruͤckhalt von Scham, in ſeiner Gegenwart auszukleiden anfing, und dann ins Bett legte. Pericone ſtand nicht an, ihr zu fol⸗