Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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1⁰ Zweiter Tag.

fand und nicht ſah und wußte, wo ſie war, ſo ruͤt⸗ telte ſie die, welche noch einiges Leben hatten, ſo lange, bis ſie ſie auch zum Aufſtehen brachte. Sie fand aber, daß auch dieſe nicht wußten, wo die Maäͤn⸗ ner geblieben waͤren, und daß das Schiff, mit Waſ⸗ ſer angefuͤllt, aufs Land geworfen waͤre, und fing daher mit dieſen an jaͤmmerlich zu weinen. Schon war die Mittagszeit voruͤber und noch immer ſahen ſie keinen weder am Ufer, noch irgend anderswo, den ſie zu ihrer Huͤlfe haͤtten mitleidig machen koͤnnen; als gluͤcklicherweiſe gegen Abend ein edler Mann, der von ſeinem Landgute zuruͤckkehrte, Namens Pericon von Viſalgo, mit ſeinen Leuten zu Pferde hier vorbeikam. Sobald dieſer das Schiff gewahr ward, ſtellte er ſich gleich vor, was wohl geſchehen waͤre, und befahl einem ſeiner Bedienten, unverzüg⸗ lich auf das Schiff zu ſteigen, und ihm Nachricht zu bringen von dem, wie es da waͤre. Der Bediente, ob er es gleich mit Schwierigkeiten that, ſtieg den⸗ noch hinein, und fand die edle Jungfrau mit der kleinen Begleitung, die ſie bei ſich hatte, unter dem Schnabel am Vordertheil des Schiffes ganz aͤngſtlich verſteckt.

Sobald ſie dieſen ſahen, flehten ſie ihn mehr⸗ mals mit Thraͤnen um Huͤlfe an; aber da ſie merk⸗ ten, daß er ſie, ſo wie ſie ihn nicht verſtaͤnden, ſuchten ſie ihm durch Geberden ihr Ungluͤck zu ſchil⸗ dern. Der Bediente, der alles bemerkt hatte, er⸗ zaͤhlte, ſo gut er nur konnte, an Pericon, wie es dort ausſaͤhe. Dieſer ließ die Frauen ſogleich

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