Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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Siebente Novelle. 9

aus den Fugen getrieben und faſt ganz mit Waſſer angefuͤllt, auch niemand anders mehr darauf geblie⸗ ben war, als nur die Prinzeſſin mit ihren Frauen⸗ welche alle der Meeresſturm und die Furcht ſo dar⸗ nieder geworfen hatte, daß ſie wie todt dalagen, im ſchnellſten Lauf an eine Kuͤſte der Inſel Majorka gejagt ward und zwar mit ſolcher Gewalt, daß es etwa einen Steinwurf weit vom Ufer auf dem Sande feſtſitzen blieb, und hier blieb es, in der Nacht von den Wellen des Meeres beſtuͤrmt, ganz ruhig liegen, da es vom Winde nicht mehr hin und her getrieben werden konnte.

Sobald es wieder heller Tag geworden war und ſich der Sturm etwas gelegt hatte, hob die Prin⸗ zeſſin, die beinahe halb todt war, den Kopf in die Hoͤhe und rief, ſo ſchwach ſie auch war, bald den einen, bald den andern von ihrer Diener⸗ ſchaft; aber ſie rief vergebens, da die Gerufenen zu entfernt waren. Weil ſie aber keinen antworten hoͤrte und auch keinen ſah, ſo verwunderte ſie ſich ſehr und fing an ſich gewaltig zu fuͤrchten; ſie er⸗ hob ſich alſo, ſo gut ſie konnte, und nachdem ſie ſo⸗ wohl den Frauen, die in ihrer Geſellſchaft waren, als auch den anderen mehrere Male zugerufen hatte, wollte ſie ſie aufruͤtteln. Allein ſie fand, daß nur wenige noch Beſinnung hatten, da ſie ſowohl wegen der Beſchwerden des Magens, als auch aus Furcht, weshalb die Furcht auch bei der Dame immer groͤßer ward, wie todt dalagen; indeſſen, da ſie die Noth drängte, ſich zu entſchließen, ſie ſich aber ganz allein