Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Anmerkungen. 207

ehrenvolle Bedeutung dieſes Wortes immer tiefer, zuletzt bis zum Schurken hinab; in welchem Sinne es auch jetzt noch in Italien gebraucht wird.

S. 148 letzte 8., wie er an Gift, der Canonikus Gian-Jacop Pionisi meint in ſeinen im Jahre 1794 zu Pabua erſchienenen Werkchen De' plandimenti fu- nebri o sia delle acclamazioni sepolcrali cristiane (156 S. 4) man muͤſſe leſen senza säper che di vele- no fosse morto, oder senza saper di che fosse mor- to, mit gaͤnzlicher Hinweglaſſung des veleno. Denn alle Zuruͤckgebliebenen, ſetzt er hinzu, konnten wol nicht auf eine Vergiftung ahnen, ſonſt hätten ſie die Sache nicht ſo ruhig, ohne irgend eine Unterſuchung daruͤber angeſtellt zu haben, koͤnnen hingehen laſſen. Nach handſchriftlichen, dem Verf. des gedachten Werkes, von dem Gav. Cle- mentino Vannetti mitgetheilten Bemerkungen, meint letzterer, der Ausdruck des Voccaccio enthielte etwas ſprich⸗ woͤrtliches oder wie etwas eigenthuͤmliches(un certo che di proverbio o di cotal modo notabile) was ſo viel ſagen ſollte, als: ohne daß ſie haͤtten merken können aus welcher Gegend der Schlag gekommen(da qual parte fosse venuta la freccia) oder durch was fuͤr eine Art von Gift er gerade getoͤdtet worden wäre(di che vele- no colui fosse stato ammazzato.). Allein, widerlegt der Canonikus dieſe Meinung, darauf kommt gar nichts an, daß die Hausbewohner nicht wußten, woraus das Gift beſtanden, da ſelbſt Ninette dies nicht einmal wußte; und im figuͤrlichen Sinne kann veleno hier auch nicht ein⸗ mal genommen werden. Daher findet er eine oder die an⸗ dere ſeiner beiden vorgeſchlagenen Leſearten begruͤndet. Co⸗ lombo iſt der Meinung, daß der Fehler durch die erſten Copiſten entſtanden ſey, welche die beiden Partikeln di und che verſtellt hätten, ſo daß man che di ſtatt di che leſen muͤſſe. Die Stelle ſcheint mir allerdings eine von denen zu ſeyn, deren im Boccaccio mehrere vorkom⸗ men, und bei welchen man nicht bloß Ein Wort oder Ei⸗ nen Satz in Gedanken wiederholen muß, ſondern eine ganze Folge von Saͤtzen oder auch wol gar von vorgefallenen Bege⸗