Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Anmerkungen.

(per i porghi) zu verſammeln pflegez jener Poöbel aber waͤre anfaͤnglich borghigiani, dann aber verdorben ber- goli oder Perghinelli benannt worden. Ruscelli haͤlt jede Erklaͤrung dieſes Wortes fuͤr hart, die zu keinem fe⸗ ſten Reſultat fuͤhre, indem Boccaccio ſelbſt dieſem Worte wol einen beſonderen Sinn gegeben haben moͤchte; ich daͤchte aber der eines gutmuͤthigen luſtigen Tropfes lage ganz offenbar darin.

S. 131 3. 12, Madam Sperrs Maul aufz im Original Madonna Baderla. Sanſovino's Erklärung hat meine überſetzung veranlaßt. Dieſer entwickelt naͤm⸗ lich den Spitznamen einer einfältigen Perſon, deren in die⸗ ſer Novelle, ſo wie auch noch in andern mehrern vorkom⸗ men, auf dieſe Art. Baderla da pada, quasi paloe- ca, cioè scempia, perche coloro diciamo che paloccano e badano, che per ogni cosa che essi veggano quantunque volgata, si fermano e come cosa nuova stupiscano, quasi insensati, d. i. ſol⸗ che, die bei dem Gewöhnlichſten, was ſie ſehen, ſtill ſte⸗ hen und es angucken.

Ebd. 3. 16, ein Dreier⸗Licht, im Original candela d' un mattapan. Nach der Erklaͤrung der Cruscs, ſoll mattapane eine alte venezianiſche Silber⸗ muͤnze von geringem Werthe ſeyn; Manni ſpricht von einer Sammlung dieſer Muͤnsarten⸗ die bald nach dem Jahre 1200 anfange.

S. 132 3. 10, Maißel⸗drätig. Ob Boccac⸗ cio's Ausdruck donna poco fila durch den meinigen er⸗ ſetzt wird, muß ich dahin geſtellt ſeyn laſſen, ich gebe ihn gern gegen einen beſſern auf. Boccaccio iſt unerſchopflich, dieſer dummen von ſich Eingenommenen, die pofſierlichſten Namen zu geben. Der von ihm hier gebrauchte wird in der Mailänder Ausgabe alſo erklärt: si dice per is- cherno alle donue da nulla(d. i. ſpottweiſe geſagt, Frauen die nichts taugen.) Sanſovino ſagt nichts über die⸗ ſes Wort. Ich bin von dem Begriff des Nichts tau⸗ gen bei einem großen Eigenduͤnkel beim Auffinden eines Wortes ausgegangen, was bei der Weberei oder Spinns⸗